Rund Dänemark 2005




Brücke Aalborg Ein regelmäßiges Ereignis auf der Limfjordpassage sind die Brückendurchfahrten: Obwohl grundsätzlich mit Wartezeiten bis zu einer halben Stunde gerechnet werden muss, klappt die Durchfahrt meist deutlich schneller; die Signalflagge »N« und das Schallsignal »lang-kurz« machen eine Kommunikation über Funk in der Regel unnötig.



Hafen Aalborg Auf den letzten Metern des Limfjords kommt Wind auf: Endlich schweigt der Motor wieder. Mit mehr als 8 Knoten geht es nun Richtung Hals, dem östlichen Ausgang des Limfjords.

Doch kurz vor Erreichen der Ostsee macht das Schiff Ärger: In der Steuersäule springt das Kegelgetriebe bei großem Steuerdruck über. Zwecks weiterer Untersuchung folgt ein schneller Anleger in Hals. Während sich eine Einkaufskommission auf den Weg zur Ergänzung der Vorräte macht, zerlegt die Servicebrigade die Whitlock-Säule. Erfreulicherweise sehen die Zahnräder noch wohlgeschmiert und unzerrieben aus, doch eine Justiermöglichkeit gibt es leider nicht. Also wird die Anlage wieder zusammengebaut und funktioniert – oh Wunder – bis zum Ende des Törns einwandfrei.



Nach Anholt

Hafen Anholt Mittlerweile ist es zwar schon später Donnerstag Nachmittag, doch die Bedingungen sind gut, so dass wir trotz unplanmäßiger Unterbrechung am ursprünglichen Plan festhalten: Durchsegeln nach Anholt.

Der Wind kommt aus SSE, zunächst mit 4–5 Beaufort, später auffrischend auf 6. Zum glatten Anlieger reicht es nicht ganz, aber mit Hilfe eines kleinen Kreuzschlags kommen wir dennoch schnell und problemlos auf die Richtline des Hafenfeuers. Auch hier zeigt sich das gleiche Bild von Helgoland: Der Hafen ist lotterleer.



Anholt Strand Die Wettervorhersage prophezeit für Freitag SE 6, und auch das Rigg kündet durch entsprechende Geräusche von Wind.

Doch wir wollen in den Sund – also genau gegenan. So fällt die Entscheidung leicht, einen Hafentag einzulegen. Und auf Anholt lässt er sich prima verbringen: Das Hochplateau der Insel bietet abwechslungsreiche Vegetation von Mischwald bis Heidelandschaft; die Strände laden mit feinstem Sand zum Baden ein – die Wassertemperatur allerdings weniger. Dennoch, eine kurze Runde entlang der Hafenmole lasse ich mir nicht verleiden …

Tags darauf verheißt der Blick zum Verklicker Erfreuliches: Der Wind hat merklich rückgedreht und kommt jetzt mit nur noch 4–5 Windstärken aus ESE. Einen direkten Anlieger in den Sund beschert uns das zwar immer noch nicht, aber immerhin versprechen die Bedingungen einen idealen Segeltag.



Von Anholt in den Sund

Piefie, der blinde Passagier Aber Pustekuchen: Nach zwei schönen Segelstunden schläft der Wind nach und nach ein, bis schließlich spiegelglattes Wasser zurückbleibt und das Display des Windmessers als wahren Wind unbeeindruckt »SE 0« anzeigt.

Doch das Bordkino bietet Unterhaltung in Form eines Vögelchens, das sich kurz nach dem Auslaufen aus Anholt als blinder Passagier zu uns gesellt hat – Susanne tauft es auf den Namen »Piefie«. Doch das Tier ist nicht nur sehr niedlich, es hat auch gewisse Bedürfnisse. Denen es vorzugsweise in meiner Kajüte auf meiner Koje nachkommt. Grrr.



Schwedische Gastlandflagge Gegen Abend erreichen wir mit Ziel Helsingborg schwedische Gewässer. Natürlich weht umgehend die entsprechende Flagge unter der Steuerbordsaling.






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