Zeppelinstek




Der Zeppelinstek (engl. Zeppelin bend) gehört zu den besten Knoten zur Verbindung zweier gleich (oder zumindest ähnlich) starker Leinen. Seinen Namen verdankt er der früheren Verwendung für die Ankertaue von Luftschiffen.

Selbst bei häufigen Lastwechseln arbeitet sich der Zeppelinstek nicht auf; trotzdem lässt er sich auch nach höchster Belastung vergleichsweise leicht lösen. Weiterer Vorteil: Die losen Parten stehen im rechten Winkel zur Lastrichtung ab; dadurch kann sich der Knoten im Gegensatz zum Schotstek oder Kreuzknoten kaum an anderen Leinen, Wanten oder ähnlichem verhaken.

Viele Anleitungen zu diesem Knoten sind recht unübersichtlich; das folgende Schema empfinde ich hingegen als durchaus einfach:



Zeppelinstek 1 Zunächst wird in jedes der Leinenenden ein Auge geschlagen – und zwar im gleichen Drehsinn (hier im Uhrzeigersinn), aber mit unterschiedlicher Lage der losen Parten (einmal auf der stehenden Part, einmal darunter).



Zeppelinstek 2 Die beiden Augen werden so übereinandergelegt, dass die losen Parten ganz oben und ganz unten liegen.

Aus dieser Position werden die losen Parten gegenläufig durch das doppelte Auge gesteckt – und zwar »auf dem langen Weg«, so dass jeweils beide Leinen umschlungen werden.



Zeppelinstek 3 Der Knoten ist damit fertig gesteckt. Er könnte sogar schon belastet werden, da sich der Zeppelinstek unter Last selbst zusammenzieht.



Zeppelinstek von vorne Besser ist es aber, den Knoten durch abwechselnden Zug an allen vier Parten in seine endgültige Form zu bringen.



Zeppelinstek von hinten Der Vergleich mit der »Rückseite« zeigt die vollkommene Symmetrie des Knotens.

Das identische Erscheinungsbild von Vorder- und Rückseite ist nicht nur ein ästhetisches Vergnügen, sondern ermöglicht auch eine besonders schnelle Kontrolle des Knotens.





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